Der Penis und ich – ein Gedankenspaziergang in einer gespaltenen Welt

„Ich wache ja nicht einfach morgens auf und denke: Ja, komm, heute lass ich mir meinen Penis spalten.“

Sarah setzt eine kleine Spritze an. Die Nadel ist extrem dünn. Es soll ja auch nicht weh tun. Wie ein trauriger Aal hängt der sonst so stolze Krieger Richtung Boden. Sarah umfasst den Schaft und pickst mit der Nadelspitze in den schlaffen Schwellkörper. Die Betäubung fängt an zu wirken. Jegliches Gefühl entweicht aus dem männlichen Stolz. „Bist du dir ganz sicher?“, fragt Sarah bevor sie zum Skalpell greift. Ein Nicken bestätigt ihr Vorhaben. Es kann beginnen.

Hast du schonmal gesehen, wie ein Wildschwein ausgenommen wird? Mitten im Wald nachdem das Tier erlegt wurde, hängt der Jäger den leblosen Körper über ein improvisiertes Gerüst. Setzt mit dem Messen an und schlitzt das Tier vom Genital an bis zum Hals auf. Die Gedärme fallen ihm entgegen. Sein gesamter Oberkörper ist mit dem flüssig metallischen Rot beschmiert. Überall dieses Blut. Es sieht so aus, als wenn gerade eine Granate in mitten eines Containers randvoll mit überreifen Trauben explodiert wäre.

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Die Kunst des Zuhörens

„Du bist einfach ein glücklicher, kleiner Goldfisch, der friedlich und zufrieden im Aquarium des Lebens seine Bahnen zieht.“

Was kannst du eigentlich so richtig gut? Irgendwann stellt sich jeder diese Frage. Spätestens dann, wenn man irgendwie wieder etwas verbockt hat. Oder wenn jemand, den du kennst, gerade mega abgeht und seinen Traum lebt. Wenn du dir diese Frage noch nie gestellt hast, dann ist das vielleicht genau deine herausragende Fähigkeit Nummer eins. Also mach dir keinen Kopf. Du bist einfach ein glücklicher, kleiner Goldfisch, der friedlich und zufrieden im Aquarium des Lebens seine Bahnen zieht.

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Flugreise ins Glück – oder: Halt doch einfach mal die Fresse

„Aber weißt du was, scheiss auf die Ökobilanz. Ich liebe es. Über mir der Himmel, die Weite, ich vermisse dich, du fehlst mir.“

Ich höre Stimmen…Hallo? Ist da wer? Hallo? Außerdem kann ich tote Menschen sehen, ich weiß warum da Stroh liegt und ich weiß natürlich auch, was Frauen verdammt nochmal wollen. Aber ohne mir wie Mel Gibson mit einem Heißwachsstreifen die Sackhaare auszureißen. Und noch was, eine Kleinigkeit. Das ist alles gelogen. Idiot. Ja du, dich meine ich. Jetzt halt doch mal die Fresse. Oh, es wird wieder vulgär. Seit fünf Minuten sitze ich hier und ich habe mir bestimmt schon zwölfmal vorgestellt, wie jemand durch die Lautsprecheranlage sagt: „Herr Pimmelberger, Herr Pimmelberger, bitten kommen sie zum Gate sechs. Die Crew ist zum Einchecken bereit.“ Weiterlesen „Flugreise ins Glück – oder: Halt doch einfach mal die Fresse“

Ab durch die Mitte – oder: Warum zum Teufel schiebst du dir einen Aal in die Vagina?

„Seine Form, die Flossen, seine Struktur, alles ist nur auf Vortrieb ausgelegt. Einen Rückwärtsgang hat der Gute nicht. Und nun ja, wie soll ich es sagen, zum Wenden war dann doch nicht genug Platz.“

Er sieht irgendwie unglücklich aus. Als ob er genau wüsste, was gleich mit ihm passiert. Klar könnte man jetzt anführen, dass der kleine Wicht gleich unbewusst zum Internetstar avanciert. Quasi der nächste LeFloid. Aber ob er das überhaupt will, ist eine ganz andere Frage. Zhang Moumou ist eine chinesische Bloggerin. Und ja, ihr Name ist wirklich „Mumu“. Sie hat sich den Spitznamen „Qi Qi“ zugelegt. Das liegt ja auch auf der Hand. Aber das ist ja ihr Ding. Sie sitzt entspannt auf einer Couch. Die Kamera ist schon in Position gebracht. In Postion gebracht, heisst in diesem Fall, das Aufnahmegerät steht etwa zwei Meter von ihr entfernt und ist genau auf den Intimbereich, oder „Moumou`s Mumu“, gerichtet.

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Strom – oder: Ich bin Energy-Man

„Der Zorn Gottes trifft mich direkt am Glockensäckchen und schrappt die enorme Länge meines Geschlechts hinauf Richtung Spitze.“

Jetzt auch bei iTunes „Ein Strauß Fische“.

Wie? Das soll es jetzt schon sein? Ich spüre überhaupt nichts. Komisch. Ich drücke auf die Taste, die mit einem grünen Plus gekennzeichnet ist. Immer noch nichts. Mittlerweile zeigt das Display Stufe 49 an. Das klingt jetzt erst mal wenig. Immerhin geht die Skala bis 999. Aber der nette Herr an der Theke hat mir empfohlen, ich solle es am Anfang nicht übertreiben. Generell kann man vielleicht sagen, dass ich nicht der geduldigste Mensch bin, und genau hier liegt der sprichwörtliche Hund begraben. Erneutes Drücken lässt den Wert auf 121 springen. Ich warte. Auf einmal. Der Mann mit dem Hammer. Der Blitz aus dem Himmel. Ein LKW trifft mich mit voller Fahrt.

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Kurz und knackig – oder: Titten gehen immer

„Dominika, das erste Modell. Für alle, die nicht lesen können oder sich gerade einen runterholen, das ist die Dame mit lilafarbenen Bikini und weißem Helm. Sie ist Studentin und hat längst den Status der Abiturientin hinter sich gelassen. Skandal.“

*Namen, Fakten und Inhalte könnten eventuell fiktionalen Ursprungs sein…

(K)ein Witz. Diesmal nicht Spiegel Online, sondern N-TV. Der im Folgenden besprochene Artikel handelt von einem Praktikum im Atomkraftwerk. Oder besser gesagt, das Bewerbungsverfahren, um eben einen solchen Praktikumsplatz zu ergattern. Bevor ich genauer auf den Inhalt eingehe, hier noch ein paar Informationen, die so vielleicht noch nicht bekannt waren. Beziehungsweise, die sich durch den gezeigten Content in keinster Weise erschließen. Das N in dem kreativsten aller Kürzel bedeutet eigentlich Nachrichten oder News. Konnte ich auch erst nicht glauben. Viel wahrscheinlicher wäre „Null“, „Nutzlos“, „Na sowas“, „Nutten“ oder „Nackedei“ gewesen. Aber nein, das N steht für Nachrichten. Punkt. Strich drunter. Eine leichte Tendenz, wie ich zur Prinzessin Lillifee unter den Nachrichtensendern stehe, ist vermutlich schon jetzt nicht mehr ganz zu verheimlichen.

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Auf der Suche nach dem heiligen Gral – oder: Du armes, reiches Schwein

„Mit der Beschreibung höre ich bewusst oberhalb des Kinns auf. Nennen wir es Selbstschutz oder Respekt vor dem Künstler.“

Jetzt auch bei iTunes (Podcast) und hier zum Hören:

Der Hut sitzt. Das Hemd ist schmutzig. Etwas Wüstensand. Nichts, was man durch kurzes Klopfen nicht wieder ins Reine bringen könnte. Die Peitsche ist sorgsam am Gürtel befestigt. Der Blick, entschlossen. Niemand würde es wagen sich ihm in den Weg zu stellen. Ok, da sind wie immer diese Nazis, die eben auch nach dem heiligen Gral suchen, um Hitler die Supermacht über die Menschheit zu ermöglichen. Aber die Deutschen zählen an dieser Stelle nicht. Weiß ja jeder, dass da am Ende nichts bei rumkommt. Welcher Regisseur würde schon die Nazis gewinnen lassen?

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