Der Penis und ich – ein Gedankenspaziergang in einer gespaltenen Welt

„Ich wache ja nicht einfach morgens auf und denke: Ja, komm, heute lass ich mir meinen Penis spalten.“

Sarah setzt eine kleine Spritze an. Die Nadel ist extrem dünn. Es soll ja auch nicht weh tun. Wie ein trauriger Aal hängt der sonst so stolze Krieger Richtung Boden. Sarah umfasst den Schaft und pickst mit der Nadelspitze in den schlaffen Schwellkörper. Die Betäubung fängt an zu wirken. Jegliches Gefühl entweicht aus dem männlichen Stolz. „Bist du dir ganz sicher?“, fragt Sarah bevor sie zum Skalpell greift. Ein Nicken bestätigt ihr Vorhaben. Es kann beginnen.

Hast du schonmal gesehen, wie ein Wildschwein ausgenommen wird? Mitten im Wald nachdem das Tier erlegt wurde, hängt der Jäger den leblosen Körper über ein improvisiertes Gerüst. Setzt mit dem Messen an und schlitzt das Tier vom Genital an bis zum Hals auf. Die Gedärme fallen ihm entgegen. Sein gesamter Oberkörper ist mit dem flüssig metallischen Rot beschmiert. Überall dieses Blut. Es sieht so aus, als wenn gerade eine Granate in mitten eines Containers randvoll mit überreifen Trauben explodiert wäre.

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